Jeanette-Schocken-Preis

Seit 1991 wird von der Stadt Bremerhaven und dem Bürgerverein der Jeanette-Schocken-Preis (Bremerhavener Bürgerpreis für Literatur) vergeben. Das Preisgeld von 7.500 € wird von Privatleuten zur Verfügung gestellt.

Die Initiative zur Gründung des Literaturpreises ging auf die Bestrebung zurück, an die „Bücherverbrennung und die Vernichtung des Geisteslebens durch den Nationalsozialismus“ zu erinnern. Ausgezeichnet werden Schriftsteller, die ein Zeichen gegen „Unrecht und Gewalt, gegen Haß und Intoleranz“ setzen. Benannt ist der Preis nach Jeanette Schocken, einer Kaufhausbesitzerin jüdischen Glaubens, die 1941 mit anderen Bremerhavener Bürger deportiert wurde und vermutlich im Vernichtungslager Maly Trostinez umkam.

[2017-2010] [2009-2000] [1999-1991]

Jeanette-Schocken-Preis 2017-2010
Jahr Autor Ausgewählte Titel
2017 Aris Fioretos Der letzte Grieche
Die halbe Sonne: Ein Buch über einen Vater
2015 Gerhard Roth Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs und andere Romane
Im tiefen Österreich
2013 Péter Esterházy Verbesserte Ausgabe
Esti
2011 Richard Sennett Handwerk
Verfall und Ende des öffentlichen Lebens: Die Tyrannei der Intimität
Jeanette-Schocken-Preis 2009-2000
Jahr Autor Ausgewählte Titel
2009 Ursula Krechel Shanghai fern von wo
Jäh erhellte Dunkelheit: Gedichte
2007 Lizzie Doron Ruhige Zeiten
Es war einmal eine Familie
2005 Bei Dao Gottes chinesischer Sohn
Das Buch der Niederlage
2003 George Tabori Gefährten zur linken Hand
Son of a bitch. Roman eines Stadtneurotikers
2001 Barbara Honigmann Bilder von A.
Damals, dann und danach
Jeanette-Schocken-Preis 1999-1991
Jahr Autor Ausgewählte Titel
1999 Tuvia Rübner Rauchvögel
Postkartengedichte
1997 Imre Kertész Roman eines Schicksallosen
Kaddisch für ein nicht geborenes Kind
1995 Louis Begley Ehrensachen
Lügen in Zeiten des Krieges
1993 Hanna Krall Herzkönig
Da ist kein Fluß mehr
1991 Irene Dische Clarissas empfindsame Reise
Großmama packt aus