Jeanette-Schocken-Preis

Seit 1991 wird von der Stadt Bremerhaven und dem Bürgerverein der Jeanette-Schocken-Preis (Bremerhavener Bürgerpreis für Literatur) vergeben. Das Preisgeld von 7.500 € wird von Privatleuten zur Verfügung gestellt.

Die Initiative zur Gründung des Literaturpreises ging auf die Bestrebung zurück, an die „Bücherverbrennung und die Vernichtung des Geisteslebens durch den Nationalsozialismus“ zu erinnern. Ausgezeichnet werden Schriftsteller, die ein Zeichen gegen „Unrecht und Gewalt, gegen Haß und Intoleranz“ setzen. Benannt ist der Preis nach Jeanette Schocken, einer Kaufhausbesitzerin jüdischen Glaubens, die 1941 mit anderen Bremerhavener Bürger deportiert wurde und vermutlich im Vernichtungslager Maly Trostinez umkam.

[2013-2010] [2009-2000] [1999-1991]

Jeanette-Schocken-Preis 2013-2010
JahrAutorAusgewählte Titel
2013Péter EsterházyVerbesserte Ausgabe
Esti
2011Richard SennettHandwerk
Verfall und Ende des öffentlichen Lebens: Die Tyrannei der Intimität
Jeanette-Schocken-Preis 2009-2000
JahrAutorAusgewählte Titel
2009Ursula KrechelShanghai fern von wo
Jäh erhellte Dunkelheit: Gedichte
2007Lizzie DoronRuhige Zeiten
Es war einmal eine Familie
2005Bei DaoGottes chinesischer Sohn
Das Buch der Niederlage
2003George TaboriGefährten zur linken Hand
Son of a bitch. Roman eines Stadtneurotikers
2001Barbara HonigmannBilder von A.
Damals, dann und danach
Jeanette-Schocken-Preis 1999-1991
JahrAutorAusgewählte Titel
1999Tuvia RübnerRauchvögel
Postkartengedichte
1997Imre KertészRoman eines Schicksallosen
Kaddisch für ein nicht geborenes Kind
1995Louis BegleyEhrensachen
Lügen in Zeiten des Krieges
1993Hanna KrallHerzkönig
Da ist kein Fluß mehr
1991Irene DischeClarissas empfindsame Reise
Großmama packt aus