Geschwister-Scholl-Preis

Mit dem Geschwister-Scholl-Preis werden seit 1980 Bücher ausgezeichnet, die von geistiger Unabhängigkeit zeugen und sich dazu eignen, bürgerliche Freiheit, moralischen, intellektuellen und ästhetischen Mut zu fördern und dem verantwortlichen Gegenwartsbewusstsein wichtige Impulse zu geben. Getragen wird der Preis von der Stadt München und vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels (Landesverband Bayern). Der Preis ist mit 10.000 € dotiert. Für den Literaturpreis sind Bücher berechtigt, die im Jahr der Preisverleihung oder dem Jahr davor erschienen sind. Die Übergabe des Preises findet in der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität statt.

Benannt ist der Preis nach den Geschwistern Sophie und Hans Scholl, die zum inneren Kern der Widerstandsgruppe Weiße Rose gehörten.

[2015-2010] [2009-2000] [1999-1990] [1989-1980]

Geschwister-Scholl-Preis 2015-2010
JahrAutorTitel
2015Achille MbembeKritik der schwarzen Vernunft
2014Glenn GreenwaldDie globale Überwachung: Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen
2013Otto Dov KulkaLandschaften der Metropole des Todes: Auschwitz und die Grenzen der Erinnerung und der Vorstellungskraft
2012Jürgen Dehmers (Alias von Andreas Huckele)Wie laut soll ich denn noch schreien?
Die Odenwaldschule und der sexuelle Missbrauch
2011Liao YiwuFür ein Lied und hundert Lieder
2010Joachim GauckWinter im Sommer – Frühling im Herbst
Geschwister-Scholl-Preis 2009-2000
JahrAutorTitel
2009Roberto SavianoDas Gegenteil von Tod
2008David GrossmanDie Kraft zur Korrektur. Über Politik und Literatur
2007Anna PolitkowskajaRussisches Tagebuch
2006Mihail SebastianVoller Entsetzen, aber nicht verzweifelt: Tagebücher 1935-44
2005Neclá KelekDie fremde Braut: Ein Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland
2004Soazig AaronKlaras Nein
2003Mark RosemanIn einem unbewachten Augenblick: Eine Frau überlebt im Untergrund
2002Raul HilbergDie Quellen des Holocaust
2001Arno GruenDer Fremde in uns
2000Helene Holzman
Reinhard Kaiser (Hrsg.)
Dies Kind soll leben: Die Aufzeichnungen der Helene Holzman, 1941-1944
Geschwister-Scholl-Preis 1999-1990
JahrAutorTitel
1999Peter GayMeine deutsche Frage. Jugend in Berlin 1933-1939
1998Saul FriedländerDas Dritte Reich und die Juden
1997Ernst KleeAuschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer
1996Hans DeichmannGegenstände
1995Victor KlempererIch will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Tagebücher 1933-1945
1994Heribert PrantlDeutschland – leicht entflammbar: Ermittlungen gegen die Bonner Politik
1993Wolfgang SofskyDie Ordnung des Terrors: Das Konzentrationslager
1992Wolfgang Benz (Hrsg.) / Barbara Distel (Hrsg.)Solidarität und Widerstand
[Dachauer Hefte 7]
1991Georges-Arthur GoldschmidtDie Absonderung
1990Lea Rosh
Eberhard Jäckel
‚Der Tod ist ein Meister aus Deutschland‘. Deportation und Ermordung der Juden. Kollaboration und Verweigerung in Europa
Geschwister-Scholl-Preis 1989-1980
JahrAutorTitel
1989Helmuth James Graf von MoltkeBriefe an Freya 1939-1945
1988Grete WeilDer Brautpreis
1987Christa WolfStörfall: Nachrichten eines Tages
1986Cordelia EdvardsonGebranntes Kind sucht das Feuer
1985Jürgen HabermasDie Neue Unübersichtlichkeit
1984Anja Rosmus WenningerWiderstand und Verfolgung
Am Beispiel Passaus 1933-1939
1983Walter DirksWar ich ein linker Spinner?
Republikanische Texte – von Weimar bis Bonn
1982Franz FühmannDer Sturz des Engels. Erfahrungen mit Dichtung
1981Reiner KunzeAuf eigene Hoffnung
1980Rolf HochhuthEine Liebe in Deutschland